Reflexionswochenende in Mespelbrunn 2014

Auch in diesem Jahr sah die Seminarleitung für die Studenten, die 2013 ins Priesterseminar eingetreten sind, ein Reflexionswochenende im eigenen Landhaus in Mespelbrunn vor. Die Tage von Freitag bis Sonntag, 24.-26.01.2014, verbrachten die sieben Neoingressi zusammen mit der Seminarleitung  in diesem verschwiegenen Spessart-Tal, unweit von Aschaffenburg. Bedauerlicherweise musste ein Neoingressus krankheitsbedingt seine Teilnahme absagen.

Kaum in Mespelbrunn angekommen, saß die Gemeinschaft gemütlich zu Tisch bei Kaffee und Gebäck, während die Abenddämmerung voranschritt. Nach einer ersten Austauschrunde zum persönlichen Berufungsweg wiederholte sich das alljährliche Ritual des ersten Abendmahls: Assistiert von einigen Seminaristen bereitete P. Schneider sein inzwischen legendäres kirschwasserdurchtränktes Käsefondue zu.

Der Samstag begann mit Laudes und Frühstück. Anschließend folgte eine Reflexionssession. Die Neoingressi wurden angewiesen, anhand des Galaterbriefs die Erfahrungen ihrer ersten Monate in Sankt Georgen auszuwerten, angefangen vom propädeutischen Vorkurs in Dresden über die Einführungswoche, den Start an der Hochschule, die Erfahrungen im Studium bis zu denen mit Seminargemeinschaft und Seminarkollegium. Die Schwerpunkte der Reflexion lagen auf der geistlichen Erfahrung, dem Gemeinschaftsleben und dem Apostolat in seiner zweifachen Dimension, also dem Studium und dem diakonischen Engagement. Nach dem Mittagessen (Hähnchencurry mit Reis) folgte ein Verdauungsspaziergang in der näheren Umgebung. Am Abend besuchte die Gemeinschaft einen Gottesdienst in der Mespelbrunner Maximilian-Kolbe-Kirche, welchem P. Schneider und P. Knorn vorstanden. Zum Abendessen verwöhnte P. Knorn die Gemeinschaft mit einem geschmacklich aufgepeppten Weight-Watchers-Pastagericht.

Auch der Sonntag begann mit dem Gebet der Laudes. Nach dem Frühstück sollten die Neoingressi die wichtigsten Punkte ihrer Auswertung zusammentragen und im Gespräch Vorschläge zu Verbesserungen entwickeln. Danach begab sich die Gemeinschaft zum Schloss Mespelbrunn, um Gottesdienst in der Schlosskapelle zu feiern, welchem P. Kessler vorstand. Auch die Gastgeberin, Hedwig Gräfin von Ingelheim Echterin von und zu Mespelbrunn, nahm am Gottesdienst teil, begleitet von ihrem geliebten Mops. Nach dem Gottesdienst wanderte die Gemeinschaft in der näheren Umgebung des Schlosses durch den Wald zu einem Restaurant, wo das Mittagessen stattfand. Die Gräfin gab indes ihren anderen Hund namens Anubis zum Spaziergang mit und empfing zum Dank die Gemeinschaft nach ihrer Rückkehr von der Wanderung zum Tee.

Ehe die Gemeinschaft  die Rückreise nach Frankfurt antreten konnte, musste das Haus noch geputzt werden. Auf dem Rückweg wurde das Reflexionswochenende bei der Gnadenkapelle der Wallfahrtskirche Hessenthal mit dem Angelusgebet vor dem Gnadenbild abgeschlossen.

27.01.2014
Melvin Watts