Neupriester feiern Dankmesse in der Seminarkirche

Am vergangenen Montag, den 9. November, beging die Kirche das Fest der Weihe der Lateranbasilika in Rom. Dass es dabei aber nicht nur um das Feiern eines prächtigen Baus geht, sondern dieses Fest wesentlich persönlicher ist, wird bereits in den Lesungstexten deutlich: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ (1 Kor 3,16), fragt Paulus im Lesungstext.

Und so passte es besonders gut, dass diese Heilige Messe auch als Dankmesse der im Laufe des vergangenen Jahres geweihten Neupriester begangen wurde.

Insgesamt drei Priester aus dem Bistum Aachen, dem Erzbistum Hamburg, sowie dem Bistum Osnabrück kamen zurück an den Ort, wo sie einen Teil ihrer Ausbildung verbracht hatten, um in diesem Rahmen zusammen mit der Seminargemeinschaft eine Dankmesse zu feiern. Die drei Kapläne Ferdinand Moskopf (Erzbistum Hamburg), Thomas Porwol (Bistum Aachen) und Michael Schockmann (Bistum Osnabrück) dachten dabei auch an Kaplan Grzegorz Bielak, der ebenfalls seine Ausbildung in Sankt Georgen verbracht hatte und in diesem Jahr geweiht wurde, allerdings nun in Polen tätig ist und nicht hatte anreisen können.

Kaplan Moskopf griff in der Predigt zum Evangelium von der Tempelreinigung das Thema des Festtags auf und gab den Seminaristen als Aufmunterung mit auf den Weg, dass es Gott ist, der den persönlichen Tempel eines Jeden mit aufräumt, und man dabei nicht allein auf sich selbst gestellt ist. Zugleich gehe es aber nicht immer nur darum, die anderen Tempel zu reinigen, sondern der Ansatz sei dabei tatsächlich viel mehr bei einem selbst zu suchen.

Im Anschluss an die Messe spendeten die Neupriester den Primizsegen. Nach dem darauffolgenden Abendessen ließ man schließlich den Abend in der Seminar-Bar ausklingen.

 

Die Neupriestermessen sind ein wichtiger Bestandteil des Seminarbetriebs, denn in ihnen danken nicht nur die Neupriester für ihren Weg, den sie bis zur Weihe gegangen sind. Sie sind dabei auch Vorbild, Inspiration und Erinnerung für die Seminaristen in Sankt Georgen, welche in den Neugeweihten immer ein Beispiel gezeigt bekommen von Menschen, die den gleichen Weg gingen, wie die Seminaristen es nun tun. Zugleich ist es aber auch ein ermutigendes Zeichen für die Kirche selbst, dass es immer noch Menschen gibt, die sich auf den Weg der Nachfolge als Priester begeben.

12.11.2015
Michael Altmann